Schwarmfang in Kelheim & Abensberg: Zwei Einsätze an einem Tag

Gestern war wieder so ein Tag, der zeigt, warum die Schwarmzeit zu den spannendsten Momenten im Bienenjahr gehört. Eigentlich begann alles ganz ruhig – mit meiner geplanten Schwarmkontrolle am Bienenstand in Neustadt.

Anruf während der Schwarmkontrolle

Mitten in der Kontrolle klingelte das Telefon: Ein Schwarm in einem Birnbaum in Kelheim. Da ich meine Durchsicht erst sauber beenden wollte, ließ ich mir die Adresse geben und machte mich anschließend – zusammen mit meinem kleinen Jungimker – auf den Weg.

Schwarm im Birnbaum – fast schon ideal

Vor Ort angekommen, begutachtete ich zunächst den Schwarm. Er hing in angenehmer Höhe von etwa einem Meter – besser kann man es sich kaum wünschen.

Den Großteil des Schwarms konnte ich zügig in einen großen Karton abfegen. Die restlichen Bienen folgten kurz darauf in den kleineren Schwarmfangkasten.

Jungimker

Besonders schön: Mein Jungimker (2 Jahre) war mit dabei und verfolgte gemeinsam mit den zwei sehr netten Damen ganz genau, wie ein Schwarm eingefangen wird. Natürlich bestens ausgerüstet mit Anzug und Handschuhen – Sicherheit geht vor.

Nach etwa einer halben Stunde wurden die restlichen Bienen plötzlich unruhig und stiegen noch einmal wie ein kleiner Mini-Schwarm auf. Doch nach wenigen Minuten kehrte wieder Ruhe ein und die letzten Bienen zogen geschlossen in den Karton ein.

Dann hieß es: einpacken, die letzten Mitfahrer aus dem Auto bitten – und zurück nach Hause.

An dieser Stelle noch einmal ein großes Dankeschön an die beiden Damen, die sich so herzlich um meinen Jungimker gekümmert haben.

Kaum zuhause – schon der nächste Einsatz

Zuhause angekommen, wurden die Bienen direkt in ihre neue Behausung eingeschlagen. Kaum war ich fertig, kam die nächste Nachricht in unserer WhatsApp-Imkergruppe: wieder ein Schwarm.

Da ohnehin alles vorbereitet war, habe ich mich direkt gemeldet und mich kurz darauf wieder auf den Weg gemacht.

Schwarm in der Eibe – diesmal etwas anspruchsvoller

Bienenschwarm in der Eige

Der zweite Schwarm hing in etwa 2,50 Metern Höhe in einer Eibe. Ein schöner Schwarm – aber deutlich weniger kooperativ.

Wie gewohnt konnte ich den Großteil der Bienen in den Karton abstoßen und den Rest in den Schwarmfangkasten überführen. Doch diesmal zeigte sich schnell: Die Königin war offenbar noch nicht dabei.

Ein klares Zeichen dafür: Keine sterzelnden Bienen am Flugloch.

Also hieß es: nochmal rauf, nochmal abkehren.

Dieses Spiel wiederholte sich insgesamt drei Mal – bis ich schließlich doch die Königin erwischt hatte. Erst dann begannen die Bienen zu sterzeln, und der restliche Schwarm zog zuverlässig ein.

Wenn alles passt: Ruhe im Schwarm

Sobald die Königin im Kasten ist, verändert sich das Verhalten sofort. Die Bienen sammeln sich, richten sich aus und signalisieren den restlichen Flugbienen den Weg – ein faszinierender Moment, der jedes Mal aufs Neue beeindruckt.

Danach ging alles schnell: zusammenräumen, verladen und zurück nach Hause.

Fazit: Zwei Schwärme, ein intensiver Tag

Zwei Schwärme an einem Tag – das ist schon ordentlich. Während der erste Einsatz nahezu ideal lief, hat der zweite wieder einmal gezeigt, dass beim Schwarmfangen Erfahrung und Geduld gefragt sind.

Gerade das macht aber auch den Reiz aus: Kein Schwarm ist wie der andere.

Am Ende des Tages bleibt vor allem eines: zufriedene Bienen, zwei eingefangene Schwärme – und ein kleiner Jungimker, der wieder ein Stück dazugelernt hat.

Puh… das war heute echte Rekordarbeit 😉

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