Die erste Honigernte des Jahres liegt hinter uns – und jedes Jahr ist das wieder ein besonderer Moment. Nach vielen Wochen Entwicklung der Bienenvölker, den ersten Einträgen im Frühjahr und dem Warten auf den richtigen Zeitpunkt war es am 21. Mai endlich soweit: Die Honigräume wurden abgenommen und die Frühtracht 2026 geerntet.
Die ersten Honigräume wurden sogar noch am selben Tag geschleudert – denn frischer Honig kennt bekanntlich keine Pause.
Der richtige Zeitpunkt für die Honigernte
Die Honigernte beginnt nicht einfach an einem beliebigen sonnigen Tag. Entscheidend ist, dass die Bienen den Honig ausreichend eingelagert und getrocknet haben.

Sobald die Waben reif sind und der Honig den passenden Wassergehalt erreicht hat, können die Honigräume abgenommen werden.
So war es auch in diesem Jahr: Am 21. Mai wurden die Honigräume geerntet und nach und nach geschleudert.
Dabei zeigt sich jedes Jahr aufs Neue, wie unterschiedlich die Völker arbeiten. Manche Honigräume sind schon komplett ausgebaut und voll verdeckelt, andere brauchen etwas länger.
Nach der Ernte: Die Arbeit der Bienen geht weiter
Mit dem Schleudern endet die Arbeit aber noch lange nicht.
Nachdem alle Honigräume ausgeschleudert waren, kamen sie wieder zurück zu den Bienenvölkern. Dort übernehmen die Bienen einen Teil der Arbeit: Sie schlecken die letzten Honigreste aus, reinigen die Waben und reparieren kleinere Schäden.
Das spart Ressourcen und sorgt dafür, dass die Honigräume schnell wieder einsatzbereit sind.
Und die Bienen haben keine Zeit verloren.
Bereits gestern, am 26. Mai, hatten die ersten Völker schon wieder begonnen, Sommertracht einzutragen – ein deutliches Zeichen dafür, wie schnell sich die Natur im Frühsommer verändert.
Warum Frühtrachthonig gerührt werden muss
Seit inzwischen vier Tagen wird die neue Ernte täglich cremig gerührt.
Gerade Frühtrachthonig enthält häufig einen höheren Anteil an Traubenzucker und würde ohne Rühren oft relativ schnell fest und grob kristallisieren.
Durch das regelmäßige, schonende Rühren entstehen viele kleine Kristalle statt weniger großer – und genau das sorgt später für die feine, streichzarte Konsistenz.
Das ist einer der Arbeitsschritte, die viele gar nicht sehen – die aber entscheidend dafür sind, wie der Honig später im Glas aussieht und schmeckt.
Nicht jeder Tropfen wird verkauft
Auch wenn die neue Ernte bald abgefüllt wird, landet nicht alles im Verkauf.
Ein Teil des Honigs bleibt bewusst bei den Bienen beziehungsweise wird wieder an die Völker zurückgegeben.
Denn für uns gehört zu einer verantwortungsvollen Imkerei nicht nur die Ernte – sondern auch die Frage, was die Bienen selbst brauchen.
Gerade nach der Frühtracht ist eine gute Versorgung der Völker wichtig, damit sie sich weiter entwickeln und Kraft für die kommende Saison sammeln können.
Bald wieder im Verkaufshäuschen erhältlich
Wenn alles wie geplant läuft, wird die Frühtracht am Wochenende in Gläser abgefüllt.
Anschließend steht die neue Ernte wieder in unserem Honig-Verkaufshäuschen für alle Honigliebhaber bereit.

Und ganz neu: Es gibt jetzt auch unsere Bonuskarten direkt im Häuschen. Also beim nächsten Besuch nicht vergessen mitzunehmen und fleißig Stempel sammeln 😉
Wir freuen uns schon auf die ersten Rückmeldungen zur Frühtracht 2026.
