Die zweite Honigernte 2026 beginnt: Die Sommertracht ist da

Kaum zu glauben, aber seit der Frühtracht-Ernte sind noch nicht einmal zwei Wochen vergangen – und schon stehen die nächsten Honigräume voller Honig bereit.

Gestern haben wir deshalb mit der zweiten Honigernte des Jahres begonnen. Genauer gesagt handelt es sich um unsere erste Sommertracht 2026. Die Bienen haben die günstigen Bedingungen der letzten Tage hervorragend genutzt und erneut fleißig Nektar eingetragen.

Für uns Imker ist das immer wieder beeindruckend: Während die Frühtrachtgläser teilweise noch auf ihre Käufer warten, füllen die Bienen bereits die nächsten Honigräume.

Von der Frühtracht direkt in die Sommertracht

Nach der Frühtracht Ende Mai wurden die ausgeschleuderten Honigräume wieder auf die Völker aufgesetzt. Die Bienen reinigten die Waben, reparierten kleinere Schäden und begannen unmittelbar mit dem Eintragen neuer Vorräte.

Bereits wenige Tage später war klar, dass die Sommertracht in diesem Jahr vielversprechend startet. Die Waagvölker zeigten wieder deutliche Zunahmen und die Honigräume wurden zunehmend schwerer.

Dass die zweite Ernte so kurz nach der Frühtracht möglich ist, zeigt, wie stark sich die Völker entwickelt haben und wie gut das Trachtangebot derzeit ist.

Was macht Sommerhonig besonders?

Während die Frühtracht vor allem von Obstblüten, Löwenzahn und den ersten Frühlingsblühern geprägt wird, setzt sich Sommerhonig aus einer deutlich vielfältigeren Mischung zusammen.

Honig der aus der Schleuder läuft.

Je nach Standort und Witterung können dabei unter anderem folgende Trachtquellen eine Rolle spielen:

  • Brombeere
  • Linde
  • Klee
  • verschiedene Wildblumen
  • Wald- und Honigtauanteile

Genau diese Vielfalt macht jede Sommertracht einzigartig. Geschmack, Farbe und Konsistenz können von Jahr zu Jahr unterschiedlich ausfallen.

Bevor der Honig verkauft wird: Erst ins Labor

Bevor der neue Sommerhonig abgefüllt und angeboten wird, geht zunächst eine Probe ins Labor.

Dort wird eine Sortenanalyse durchgeführt. Dabei wird untersucht, welche Trachtpflanzen den Honig hauptsächlich geprägt haben. Die Analyse liefert wertvolle Informationen über die Zusammensetzung des Honigs und hilft dabei, die Ernte noch genauer einzuordnen.

Gerade bei Sommerhonigen ist das besonders spannend, da oft viele verschiedene Pflanzen beteiligt sind und sich daraus ganz eigene Geschmacksprofile ergeben.

Wir sind bereits gespannt, was die Laborergebnisse über die diesjährige Sommertracht verraten werden.

Qualität braucht Zeit

Auch wenn die Schleuder bereits läuft, dauert es noch etwas, bis der Honig im Glas landet.

Nach der Ernte wird der Honig zunächst geschleudert, gesiebt und analysiert. Erst danach entscheidet sich, wie er weiter verarbeitet wird und wann er für den Verkauf bereitsteht.

Denn wie bei jeder Ernte gilt: Qualität geht vor Schnelligkeit.

Die Bienen haben ganze Arbeit geleistet

Dass die Honigräume nicht einmal zwei Wochen nach der Frühtracht bereits wieder gut gefüllt sind, verdanken wir vor allem unseren fleißigen Bienen.

Sie haben die Trachtbedingungen optimal genutzt und erneut beeindruckende Sammelarbeit geleistet. Nun freuen wir uns auf die weitere Verarbeitung und natürlich auf die Ergebnisse der Sortenanalyse.

Sobald die Laborergebnisse vorliegen, werden wir selbstverständlich darüber berichten.

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