Kein Verstoß festgestellt

Nach unserer ersten Bio-Kontrolle im März haben wir bereits darüber berichtet, dass die Umstellung unserer Imkerei auf den ökologischen Landbau erfolgreich gestartet ist. Inzwischen liegt nun auch der offizielle Ergebnisbericht vor – mit einer Nachricht, über die wir uns sehr gefreut haben:

„Gerne teilen wir Ihnen mit, dass im Rahmen der o.g. Betriebsinspektion kein Verstoß festgestellt wurde.“

Für uns ist das mehr als nur ein formaler Satz. Er bestätigt, dass unsere Imkerei bereits heute vollständig nach den Vorgaben des ökologischen Landbaus arbeitet – auch wenn wir unseren Honig noch nicht als „Bio-Honig“ verkaufen dürfen.

Erfolgreiche Kontrolle ohne Beanstandung

Bei der Kontrolle wurden alle wesentlichen Bereiche unserer Imkerei geprüft:

  • Standorte der Bienenvölker
  • verwendetes Wachs und Mittelwände
  • Fütterung und eingesetzte Betriebsmittel
  • Dokumentation der Völker
  • Rückverfolgbarkeit unserer Erzeugnisse
  • Lagerung, Verarbeitung und Kennzeichnung

Dass dabei kein Verstoß festgestellt wurde, zeigt uns, dass wir mit unserer Bio-Imkerei auf dem richtigen Weg sind.

Gerade weil wir viele Dinge schon seit Jahren möglichst naturnah und wesensgemäß umgesetzt haben, war die Umstellung für uns kein kompletter Neuanfang. Dennoch bedeutet die Bio-Zertifizierung deutlich mehr Dokumentation und klare Vorgaben – vom Wachs bis zur Winterfütterung mit Bio-Zucker.

Warum unser Honig trotzdem erst ab 2027 „Bio“ sein darf

Die häufigste Frage seit der erfolgreichen Kontrolle lautet: Wenn doch alles passt – warum ist der Honig noch kein Bio-Honig?

Der Grund ist die gesetzlich vorgeschriebene Umstellungszeit. Im Ergebnisbericht steht dazu:

„Gemäß Anhang II Teil II Nr. 1.2.2 f) der Verordnung (EU) 2018/848 dürfen Imkereierzeugnisse erst dann mit Hinweisen auf den ökologischen Landbau vermarktet werden, wenn die in dieser Verordnung festgelegten Bedingungen seit mindestens einem Jahr erfüllt werden.“

Für Imkereien gilt also eine Umstellungszeit von mindestens 12 Monaten.

Da wir unsere Imkerei zum 1. Januar 2026 offiziell auf Bio umgestellt haben, bedeutet das:

  • Die Ernte 2026 stammt bereits aus einer vollständig nach Bio-Richtlinien geführten Imkerei.
  • Trotzdem darf sie noch nicht als „Bio-Honig“ bezeichnet oder vermarktet werden.
  • Erst die Ernte 2027 darf offiziell als Bio-Honig verkauft werden.

Bio-Imkerei in der Umstellung – was bedeutet das konkret?

Auch während der Umstellungszeit arbeiten wir bereits vollständig nach den Anforderungen der EU-Öko-Verordnung.

Dazu gehören unter anderem:

  • Bio-Zucker für die notwendige Winterfütterung
  • möglichst unbelastetes, rückstandsarmes Wachs
  • natürliche und bienenschonende Betriebsweise
  • zugelassene Behandlungsmittel
  • genaue Dokumentation aller Arbeiten
  • Nachzucht eigener Königinnen der Dunklen Biene

Gerade die Verbindung aus Bio-Imkerei und der Erhaltung der Dunklen Biene ist uns besonders wichtig. Unser Ziel ist nicht nur ein möglichst naturbelassener Honig, sondern auch robuste, gesunde und langlebige Bienenvölker.

Ein weiterer wichtiger Schritt auf dem Weg zur Bio-Zertifizierung

Der erste Artikel zur erfolgreichen Kontrolle war für uns der Startschuss. Der nun vorliegende Ergebnisbericht ist der nächste wichtige Schritt.

Denn jetzt ist offiziell bestätigt: Unsere Imkerei erfüllt bereits heute alle Anforderungen – ohne Beanstandung.

Bis wir unseren ersten echten Bio-Honig verkaufen dürfen, dauert es zwar noch bis 2027. Aber der Weg dorthin ist klar – und wir freuen uns, euch auch weiterhin daran teilhaben zu lassen.

Den offiziellen Eintrag und das aktuelle Zertifikat unserer Imkerei im EU-System könnt ihr hier einsehen:
Öko-Zertifikat und öffentlicher Eintrag ansehen

Dort ist auch noch einmal ersichtlich, dass sich unsere Imkerei derzeit in der Umstellungsphase befindet und Bio-Honig daher erst ab der Ernte 2027 vermarktet werden darf.

Für Leser, die unseren ersten Bericht zur Bio-Erstkontrolle noch nicht kennen, bietet sich hier eine interne Verlinkung an:

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